Anmeldung zur Fachtagung „Pflege und Seelsorge: zwei Perspektiven, ein Anliegen?!"
Eike Breustedt
Innovation-Lab Paderborn
05251/1225-132
Marion Riese
Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Paderborn
05251/1225 -121

Anmeldung zur Fachtagung „Pflege und Seelsorge: zwei Perspektiven, ein Anliegen?!"

Anmeldeschluss

Bitte beachten Sie, dass Anmeldungen bis einschließlich dem 22.10.2021 möglich sind.

Pflege und Seelsorge Anmeldung

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Schauen Sie sich hier noch einmal die detaillierte Beschreibung der Praxisräume an:

1: Seelsorge und Pflege in ambulanten Diensten und mit lokalen Bezügen
Sr. M. Katharina Böhm, Angela Glaser und Jutta Schlinkmann-Weber; Moderation: Eike Breustedt

Wie lassen sich Seelsorge und Pflege im ambulanten Dienst vereinen? Wie lassen sich die Gemeinde und die lokale Verwurzelung in die Begleitung von Menschen integrieren? Wie können pflegebedürftige Gemeindemitglieder ganzheitlich begleitet werden? Kann das Konzept der Gemeindeschwester ein Ansatz für eine neue Wahrnehmung der Aufgaben in Pflege und Seelsorge sein?

In diesem Workshop werden zwei Pilotprojekte vorgestellt: Seelsorgliche Begleitung im Sozialpastoralen Raum Arnsberg und Vis-a-vis (Christlicher Dienst an Kranken und Gesunden - Parish/Faith Community Nursing Germany) aus Dudenhofen. Praktiker_innen, die sowohl in der Pflege, als auch in der seelsorglichen Begleitung aktiv sind, zeigen Wege und Konzepte der Verbindung beider Disziplinen auf.

2: Ganzheitliche Begleitung Schwerstkranker und Sterbender im Hospizdienst und im Krankenhaus
Brigitte Badke, Ulrike Heinzen und Jean Pascal Jacky; Moderation: Christoph Robrecht

Schwerstkranke und sterbende Menschen brauchen menschliche Nähe, medizinische Behandlung und Pflege, oftmals auch seelsorgliche Begleitung. Professionell Pflegende und ehrenamtlich Begleitende machen in Krankenhäusern und in ambulanten Hospizdiensten immer wieder die Erfahrung, dass seelische und körperliche Bedürfnisse nicht zu trennen sind. Sie fühlen sich nicht selten in unterschiedlichen Rollen angefragt. Wie können Pflegende und Begleitende damit umgehen, wenn gleichzeitig seelische, spirituelle und pflegerische Bedürfnisse deutlich werden?

In dem Workshop schildern erfahrene Mitarbeiter_innen aus dem Hospizdienst und dem Krankenhaus ihre Erfahrungen und laden zur Diskussion und zum Erfahrungsaustausch ein. Im Kern geht es dabei um die Frage: wie kann ein gutes Zusammenspiel unterschiedlicher Professionen sowie Haupt- und Ehrenamtlicher im Sinne einer ganzheitlichen Sorge gelingen?

3: „Herzenszeit“ – seelsorgliche Angebote in Kooperation von Pflegekräften und Pastoralteam
Karsten Hentschel und Melanie Struck; Moderation: Marion Riese

Wie können wir Menschen begegnen und begleiten, deren Erreichbarkeit eine Herausforderung darstellt? Wie ihnen den Zugang zu seelsorglichen Angeboten erleichtern?

Der Workshop vermittelt einen Einblick in die Entwicklung und Installation einer neuartigen, niedrigschwelligen und bedarfsorientierten seelsorglichen Anlauf- und Vermittlungsstelle für Menschen mit Versorgungsbedarf, der eine innovative Kooperation zwischen Ortscaritasverband, Dekanat sowie Stadt Paderborn zugrunde liegt. Neben Erfahrungsberichten aus der Praxis können auch Möglichkeiten und Grenzen eines solchen Angebots thematisiert und diskutiert werden.

4: Macht die Pflege jetzt auch noch Seelsorge? Modelle zur Qualifizierung für die Praxis
Dr. Brigitte Saviano; Moderation: Bruno Schrage

Natürlich möchten wir sensibel und kompetent auf die religiösen Bedürfnisse der Bewohner_innen eingehen. Zugleich sind Pflegende und soziale Dienste nicht auch noch Seelsorger_innen. Den spirituellen Bedürfnissen und dem christlichen Glauben in der beruflichen Praxis eine fachlich angemessene Bedeutung zu geben, gehört zu einer christlich geprägten Pflege und Begleitung.

Der Workshop stellt mögliche Bildungsmodelle und didaktische Ansätze vor, um im Zusammenspiel mit allen Diensten einer Einrichtung den religiösen Bedürfnissen der Bewohner_innen, Gäste, Zu- und Angehörigen besser gerecht zu werden.

5: Ethik, ein notwendiges Anliegen in der Pflege und für die Seelsorge?!
Edna Künne und Daniel Robbert; Moderation: Peter Bromkamp

Wie kann es gelingen, ethische Reflexion und Ethik-Beratung in der stationären und ambulanten Pflege zu etablieren? Welche Kooperationen im Quartier sind denkbar und wünschenswert? Wieviel Ethik braucht die Seelsorge und wieviel Seelsorge braucht die Ethik? Chancen und Grenzen der Digitalisierung in der Pflege für Ethik und Seelsorge.

Mögliche Ansätze, Wege und Erfahrungen (u.a. Etablierung eines Ethik-Beauftragten im pflegerisch-seelsorglichen Kontext, Kooperationen von Ethik und Seelsorge) werden vorgestellt und diskutiert.

6: Engagiert im Glauben.Klinik-Patient_innen qualifiziert, ehrenamtlich, seelsorglich begleiten am Beispiel des Projektes „Seelsorgliche Patientenbegleitung - Ehrenamtliche in der Klinikseelsorge
Gaby Kniesburges; Moderation: Andrea Jansen

Seelsorge in Kliniken kann in vielen Situationen für Patient_innen wertvolle Begleitung bedeuten. Die wenigen hauptberuflichen Klinikseelsorgenden mit ihrer Vielzahl an Verantwortungsbereichen stoßen dabei teils an ihre Grenzen. Kann das Ehrenamt da unterstützen? Ja! -  Wer sich hier qualifiziert und engagiert, bedeutet eine Weitung des seelsorglichen Angebotes für die Patient_innen.

Wer engagiert sich und was braucht es dazu? Wo liegen die Hürden? Es gibt erste Erfahrungen durch das Projekt „Seelsorgliche Patientenbegleitung - Ehrenamtliche in der Klinikseelsorge“ im Erzbistum Paderborn, die im Rahmen des Workshops vorgestellt und diskutiert werden sollen.

 

7: Glauben leben. Menschen begleiten. Das Modell der Seelsorglichen Begleitung in Einrichtungen der stationären Hilfe
Pia Biehl, Susanne Brüggemann, Henner Pohlschmidt und Gregor Wittek; Moderation: Ralf Nolte

Das Modell Seelsorglicher Begleiter in stationären Einrichtungen ist ein mittlerweile erprobter Ansatz in verschiedenen Diözesen Deutschlands. Insbesondere in den Erzbistümern Köln und Paderborn werden seit etwa einem Jahrzehnt Mitarbeitende aus Altenhilfeeinrichtungen qualifiziert und für den seelsorglichen Dienst beauftragt. Im Dokument „Bleibt hier und wacht mit mir“ wertschätzen die deutschen Bischöfe die Vielfalt seelsorglicher Dienste, die zugleich ein wichtiges Kriterium für die künftige Pastoral darstellen können. Erfahrene Seelsorgliche Begleitungen werden uns von den Modellen und den praktischen Erfahrungen in den Einrichtungen berichten. Wie gestaltet sich die Tätigkeit vor Ort? Wie gelingt das Zusammenspiel von Pflege, Sozialdienst und Seelsorge? Wo liegen die Herausforderungen und Chancen dieses Dienstes? Darüber hinaus diskutieren wir die pastoraltheologische Relevanz und den Gewinn für eine künftige Sozialgestalt der Kirche von morgen.