Pilotprojekt
Sozial-Wissenschaftsladen
Anna Liza Arp
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
0221/7757 - 463
Jana Offergeld
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
0234/36901 -107

Wir, der Sozial-Wissenschaftsladen, sind eine Anlaufstelle an zwei Hochschulen für Menschen und Gruppen aus der ganzen Gesellschaft. Wir sind an zwei Hochschulen vertreten - der Katholischen Hochschule NRW (KatHO NRW) in Köln und der Evangelische Hochschule R-W-L in Bochum. Sie können bei uns ihre Anfragen, Ideen und Erfahrungen für Forschungsprojekte zu gesellschaftlicher Teilhabe und sozialer Ausgrenzung einbringen.

Der Sozial-Wissenschaftsladen richtet sich vor allem an Personen und Organisationen, die bisher kaum in Kontakt mit Hochschulen standen. Dazu gehören beispielsweise Menschen, die auf der Straße leben, Menschen mit Behinderungen und geflüchtete Menschen sowie ihre Selbst- und Interessenvertretungen.

Gemäß dem Konzept eines „Wissenschaftsladens“ bzw. „Science Shops“ möchten wir Gesellschaft und Wissenschaft zusammenbringen. Das gemeinsame Ziel dabei heißt: Ansätze entwickeln für die Bewältigung ökologischer, ethischer, technischer oder sozialer Probleme und Fragestellungen.

Kontaktieren Sie uns bei Anliegen zum Thema gesellschaftliche Teilhabe und Ausgrenzung

Sie können sich an uns wenden, wenn sie ein Anliegen zum Thema gesellschaftliche Teilhabe und Ausgrenzung haben, das die Hochschule bearbeiten soll. Wir überlegen gemeinsam mit Ihnen, wie die Anfrage wissenschaftlich aufgegriffen werden kann.

Dabei berücksichtigen wir neben dem thematischen und fachlichen Bezug auch dialogische, ethische und pragmatische Kriterien. Ein besonderer Stellenwert kommt Ihrer Beteiligung am Forschungsprozess zu.

Um Ihre Forschungsanfrage bearbeiten zu können, sprechen wir Professorinnen und Professoren sowie Studierende an, die das Projekt umsetzen könnten. Dazu gehören neben Studienabschlussarbeiten, auch Lehrforschungsprojekte oder Seminare.

Haben Sie eine umfangreiche Anfrage vorgebracht, besprechen wir vom Sozial-Wissenschaftsladen mit Professorinnen und Professoren der Hochschule, ob und wann diese in Forme einer Lehrforschung umsetzbar ist. Dann bearbeiten mehrere Studierende gemeinsam die Anfrage in einem Seminar.


Bei Lehrforschungsprojekten können die Professorinnen und Professoren im Vorfeld Rahmenbedingungen für den Forschungsprozess festlegen, z. B. den Schwerpunkt der Fragenstellung, die Auswahl der Untersuchungsmethoden oder die verwendeten Daten. Damit stellen sie sicher, dass das Projekt im vorgesehenen Zeitraum realisierbar ist. Wie viel Zeit das Projekt tatsächlich benötigt, hängt vom Einzelfall ab. Der Zeitraum kann von einem bis zu drei Semestern (Halbjahren) betragen.


Im Lehrforschungsprojekt erarbeiten die Lehrenden und Studierenden gemeinsam ein Forschungsdesign. Das heißt, sie legen die Forschungsfrage fest und klären, welche wissenschaftlichen Methoden sich am besten für die Untersuchung eignen. Die Methoden können sehr unterschiedlich sein:

Bei Interesse können Sie sich an diesem Prozess beteiligen.


Danach sind die Studierenden im „Feld“ unterwegs – also dort, wo die Untersuchung stattfindet. Hier werden die Daten erhoben bzw. Informationen gesammelt.

Wenn abgesprochen, können auch Sie an der Feldphase mitwirken. Zum Beispiel, indem sie selber Interviews durchführen. Oder Kontakt zu möglichen Interviewpartnerinnen und -partnern herstellen. 


Nach Abschluss der Erhebungsphase diskutieren die Studierenden und die Dozierenden gemeinsam mit Ihnen und uns vom Sozial-Wissenschaftsladen die Erkenntnisse und ihre Bedeutung. In dieser Phase erarbeiten wir Schlussfolgerungen für die Praxis und die Wissenschaft.


Nach dem Forschungsprozess sprechen wir mit Ihnen ab, wie und wo Ergebnisse der Forschung veröffentlicht werden, um ggf. auch öffentliches Interesse zu wecken. Oftmals ergeben sich aus einem Projekt weitere Forschungsfragen, die in einem neuen Projekt aufgegriffen und bearbeitet werden.

Kleinere Anfragen von Einzelpersonen, Gruppen oder aus der Praxis des Sozial- oder Gesundheitswesens können im Rahmen von Studienabschlussarbeiten (Bachelor- oder Masterthesis) bearbeitet werden. 

 

Hier sprechen wir interessierte Studierende an, die die Forschungsanfrage aufgreifen möchten. Anschließend müssen Professorinnen oder Professoren gefunden werden, die die fachliche Betreuung der Thesis verantworten.

 

Die Entwicklung der Forschungsfrage für eine Bachelor- oder Masterarbeit ist ein Aushandlungsprozess. Daran beteiligt sind die Studierenden, die erstbetreuende Professorin oder Professor sowie der oder die Anfragende. In diesem Abstimmungsprozess koordinieren und vermitteln wir vom Sozial-Wissenschaftsladen gerne.

 

Nach Festlegung der Forschungsfrage übernimmt die Studentin oder der Student die Forschungsarbeit. Neben einer grundlegenden Literaturrecherche gehören dazu eine theoretische Einbettung, die Datenerhebung und -analyse sowie eine kritische Diskussion der Forschungsergebnisse. Daraus leitet die Studentin oder der Student eigene Schlussfolgerungen ab.

 

Für die Abgabe der Thesis an die prüfende Lehrperson gelten bestimmte Fristen. Diese sind unter anderem an einen bestimmten Arbeitsstundenumfang geknüpft, die die Studierenden für die Bearbeitung der Thesis zur Verfügung haben. Wir im Sozial-Wissenschaftsladen haben diesen zeitlichen Rahmen im Blick, damit Sie als anfragende Person oder Organisation wissen, wann sie mit einer Antwort auf Ihr Anliegen rechnen können.

 

Jedes Projekt braucht einen guten Abschluss. Diesen organsiert der Sozial-Wissenschaftsladen in einem Austauschtreffen. Dabei diskutieren und entwickeln die Studentin oder der Student gemeinsam mit Ihnen und uns mögliche Schlussfolgerungen für die Praxis. In der Regel werden die Projektbeschreibung und die Ergebnisse durch den Sozial-Wissenschaftsladen im Internet veröffentlicht.

Kontaktpersonen

Anna Liza Arp
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
0221/7757 - 463
Jana Offergeld
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
0234/36901 -107