Pilotprojekt
Versorgungsbrücken statt Versorgungslücken
Johannes Mertens
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
0241/60003-8010
Marion Riese
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
05251/1225 -121

Versorgungsbrücken statt Versorgungslücken – Potenziale und Limitierungen einer ambulante und stationäre Sektoren verbindenden Begleitung und Seelsorge

Wir nehmen die herausfordernde Lebenssituation älterer und alter Menschen mit Versorgungsbedarf in den Blick. Im Fokus stehen die Übergänge zwischen Angeboten ambulanter und (teil-)stationärer Versorgung. Die hier bestehenden „Lücken“ gilt es zum Wohl der zu begleitenden Menschen zu „überbrücken“. Hierzu tragen eine Intensivierung und Optimierung bestehender Strukturen und Netzwerke bei, ebenso wie die Entwicklung und Erprobung innovativer Ansätze und Projekte - insbesondere in der seelsorglich-spirituellen Begleitung.

Die Begleitung alter, kranker, sterbender und/oder trauernder Menschen ist Auftrag und Aufgabe verschiedener Professionen und Organisationen. Ihre Vernetzung und die damit verbundene Kooperation sind eine große Herausforderung. Zumal diese nicht selten an strukturell-systemischen Eigenlogiken und Barrieren scheitern – besonders zwischen ambulanten Sektoren, wie Privathaushalt, Sozialraum, Quartier, Pfarrei etc., und (teil-)stationären Sektoren, wie Krankenhaus, Tagesklinik, Pflegeheim, Hospiz etc. Im Zuge des demografischen Wandels gilt es hier soziale Innovationen zu entwickeln und zu befördern.

Das Transferprojekt ist im Schnittfeld von Sozialer Arbeit, Pflege und Theologie angesiedelt. Wir prüfen und ermitteln theoretische sowie praktische Ansätze und Vorhaben, die eine sektorenübergreifende Begleitung und Seelsorge betroffener Menschen intensivieren und optimieren. Im Mittelpunkt stehen drei Transferinitiativen in den Städten und Regionen Aachen und Paderborn. Diese Initiativen bauen beispielsweise Netzwerke von regionalen Pflegeakteuren und -organisationen auf, entwickeln Konzepte einer professionsübergreifenden spirituellen Begleitung im Alten- und Pflegeheimen oder erproben in ausgewählten Sozialräumen Chancen einer ambulanten und stationären Sektoren verbindenden Begleitung und Seelsorge und loten diese aus.

Wir verstehen gesellschaftliche Probleme und Herausforderungen insbesondere als Probleme von und zwischen Organisationen. Deshalb müssen im Interesse von Transfer-Lernprozessen sowohl die Entwicklung von Personen als auch die von Organisationen in ihren jeweiligen Sozialräumen im Blick behalten bzw. genommen werden:

Für ein solches Transfer-Lernen braucht es Instrumente der Organisations- und Regionalentwicklung, um die Partizipation der betroffenen Menschen und Organisationen zu gewährleisten, individuelle und systemische Selbstentwicklungspotentiale zu fördern und dafür notwendige, wechselseitige Lern- und Entwicklungsprozesse zu initiieren.

Hintergrundinfos

Versorgungsbrücken statt Versorgungslücken ist an der Katholischen Hochschule (KatHO NRW) in Aachen und in Paderborn angesiedelt. In der Projektleitung sind:

Unsere Projektpartner

Caritasverband
für das Bistum Aachen e.V.

Kontaktpersonen

Marion Riese
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
05251/1225 -121
Johannes Mertens
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
0241/60003-8010