Transferforum Digitales Arbeiten vs. Datenschutz
30. November 2020
Tristan Steinberger
Innovation-Lab Köln
Stephan Post
Innovation-Lab Köln
0221/7757-464

Die Digitalisierung von Sozialer Arbeit und Gesundheitswesen ist nicht erst seit der Corona-Pandemie ein wichtiges Thema, hat aber durch die Pandemie noch einmal eine größere Bedeutung erlangt. Mit der Digitalisierung geht allerdings auch das Thema Datenschutz einher. Mit diesem Thema haben wir uns beim Transferforum Digitales Arbeiten vs. Datenschutz mit über hundert Teilnehmer_innen beschäftigt.

Beratungen und Konferenzen über Videokonferenzprogramme, Online-Vorträge, digitales Arbeiten – all dies ist in den letzten Monaten ein steter Begleiter von Mitarbeiter_innen des Sozial- und Gesundheitswesens geworden. Dabei wurde häufig eine schnelle Lösung vorgezogen und Datenschutzfragen hintenangestellt. Datenschutz ist aber bedeutsam, sowohl im Hinblick auf juristische Konsequenzen als auch auf das gesetzlich verbriefte Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung. Insbesondere bei vulnerablen Gruppen, mit der die Soziale Arbeit häufig zusammenarbeitet und der Erhebung besonders sensibler personenbezogener Daten, ist dies eine essentielle Fragestellung, mit der sich das Transferforum „Digitales Arbeiten vs. Datenschutz“ beschäftigt hat.

Das Transferforum wurde mit dem Thema Digitalisierung und dem Verständnis von digitaler Vernetzung begonnen. Prof. Dr. Hohenberg erläuterte die Funktionsweise des Internets als Netzwerk der Netzwerke und Beobachtungsfehler bei der Betrachtung der Digitalisierung, ebenso wie die Veränderung in der Wahrnehmung des Digitalen durch die Generation Z. Im Weiteren ging Prof. Dr. Klein auf die Grundlagen des Datenschutzes im Sozialwesen ein und erläuterte die Standards und die Prüfmechanismen der Datensicherheit im Rahmen digitaler Angebote anhand der bestehenden Regelungen, bspw. durch den Datenschutzbeauftragten des Landes Berlin und die Kassenärztliche Bundesvereinigung. Hierbei wurde auch die Problematik der Gewohnheit im Umgang mit unsicheren Messengern aufgegriffen, ebenso wie die Möglichkeiten und Hindernisse bei der Nutzung von sicheren Kommunikationsmitteln diskutiert. Zum Abschluss wurden acht grundlegende Sicherheitsanforderungen an digitale Beratungen vorgestellt, um eine Rechts- und Datensicherheit zu garantieren.

Die Planung, technische Umsetzung und Moderation wurden wie gewohnt durch Tristan Steinberger und Stephan Post vom Innovation-Lab Köln durchgeführt. 

Die Hochschule Hamm-Lippstadt und die KatHO NRW haben gemeinsam im Sommer diesen Jahres das Institut für IT-Sicherheit im Sozial- und Gesundheitswesen gegründet, welches mit konkreten Umsetzungsmaßnahmen Wissenschaft, Gesellschaft und Wirtschaft bei der digitalen Transformation im Sozial- und Gesundheitswesen unterstützt.

Wir danken Herrn Prof. Dr. Hohenberg und Herrn Prof. Dr. Klein für Ihren spannenden Vortrag und allen Teilnehmer_innen für die rege und engagierte Teilnahme. Die PowerPoint-Präsentation der Veranstaltung wird weiterhin auf der Veranstaltungsseite verfügbar bleiben. Wir möchten Sie in diesem Zuge auch herzlich zum nächsten Transferforum zum Thema des Geschlechtseintrags „divers“ in der Kinder- und Jugendhilfe am 01. Februar 2021 einladen.

Weiterführende Links 

https://www.hshl.de/personen/prof-dr-gregor-hohenberg (Herr Prof. Dr. Gregor Hohenberg)

https://www.katho-nrw.de/muenster/studium-lehre/lehrende/hauptamtlich-lehrende/klein-martin-prof-dr/ (Prof. Dr. Martin Klein)

https://www.katho-nrw.de/katho-nrw/third-mission/issg-institut-fuer-it-sicherheit-im-sozial-und-gesundheitswesen/ (Institut für IT-Sicherheit im Sozial- und Gesundheitswesen)

https://content-select.com/de/portal/media/download_oa/9783779952589 (Handbuch Soziale Arbeit und Digitalisierung, kostenfreier Download)

https://www.datenschutz-berlin.de/fileadmin/user_upload/pdf/orientierungshilfen/2020-BlnBDI-Online-Beratungsdienste.pdf (Datenschutzanforderungen an Online-Beratungsangebote vom Datenschutzbeauftragten des Landes Berlin)

https://www.kbv.de/html/videosprechstunde.php (Informationen des Kassenärztlichen Bundesvereinigung zu Videosprechstunden)