Wie geht das? Wer will was von wem?
Hingeschaut: Aufsuchende erzieherische Hilfen und Jugendämter
26. Februar 2024 10:00 bis 16:30 Uhr Online
Tristan Steinberger
Agenturleitung
0221/7757 - 465

Hingeschaut: Aufsuchende erzieherische Hilfen und Jugendämter

Die Fachtagung ist eine Online-Veranstaltung im Rahmen eines politischen und fachlichen Qualitätsaufrufs für die ambulanten aufsuchenden Erziehungshilfen in Familien. 

Sie wird durchgeführt von der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie e.V. (DGSF) mit Unterstützung der Transferagentur der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen.

Wie geht das? Wer will was von wem?

Der 3. Fachtag in der Reihe „Hingeschaut wird in diesem Jahr die System- und Handlungslogiken des Arbeitsfeldes Jugendamt in der Ausgestaltung der Aufsuchenden Erzieherischen Hilfen beleuchten. Dabei interessiert uns die Innen-Sicht und die Außen-Sicht ausgehend von den Aufgaben der Jugendämter im Rahmen der aufsuchenden erzieherischen Hilfen einschließlich der Kooperation mit den durchführenden ambulanten Hilfeträgern. Das Jugendamt ist einem Dualismus verpflichtet, der zu einem Spannungsfeld führt und auf die Formel gebracht werden kann: personenbezogene Hilfe als soziale Dienstleistung und Schutzauftrag als Ausdruck des staatlichen Wächteramtes. Wie geht das bei zunehmend immer höher werdenden Fallzahlen, Aufgabenzuwachs und Fachkräftemangel? Die Arbeitsstrukturen werden aus verschiedenen Perspektiven kritisch-konstruktiv betrachtet.

Da die Entwicklung und Durchsetzung von Qualität in der Arbeit der aufsuchenden Erziehungshilfen in Familien nur in einer guten Zusammenarbeit von Jugendämtern und freien Trägern gelingen kann, sollen in Workshops auch Optionen eigenen Handelns erarbeitet werden.

Wir freuen uns wieder auf eine rege Beteiligung. Nur gemeinsam können wir etwas bewegen!

Birgit Averbeck, Dr. Marie-Luise Conen, Prof. Dr. Silvia Hamacher, Dr. Julia Hille, Tristan Steinberger & Stephan Post

Zu dieser Online-Veranstaltung sind alle interessierten Fachkräfte und Vertreter*innen aus der Fachpolitik, aus Verbänden und Wissenschaft herzlich eingeladen. 

Die Teilnahme ist kostenfrei.

10.00 Uhr - Beginn der Veranstaltung

12.15 - 13.00 Uhr Mittagspause

14.00 Uhr - Workshops

15.15 Uhr - Podiumsgespräche

16.30 Uhr - Abschluss der Veranstaltung

Barbara Richters

Erziehungswissenschaftflerin (M.A.)

Systemische Beraterin (DGSF zertifiziert)

Wissenschaftliche Mitarbeiterin im ASUEVA-Projekt

Kontakt: barbara.richters@uni-bielefeld.de

Barbara Richters machte 2016 ihren Abschluss in Psychologie (B.Sc.) an der Universität Bielefeld. Neben dem Psychologie-Studium war sie in der LWL-Universitätsklinik Hamm für Kinder und Jugendpsychiatrie in verschiedenen Forschungsprojekten als Hilfskraft tätig. Zwischen 2017 und 2019 absolvierte Barbara Richters die Weiterbildung zur Systemischen Beraterin (DGSF-zertifiziert). 2021 machte sie ihren Abschluss in Erziehungswissenschaften an der Universität Bielefeld (M.A.) und arbeitet seit Oktober 2021 als wissenschaftliche Mitarbeiterin in dem Projekt „Aufsuchende-Familienhilfen-Evaluation“ (ASUEVA).

Prof. Dr. Holger Ziegler (*1974 in New York) hat nach seinem Abitur (1994) von 1994 – 1999 zunächst Lehramt an Grund- und Hauptschulen, dann Erziehungswissenschaft, Soziologie und Kinder- und Jugendpsychiatrie an der Universität Heidelberg studiert (Abschluss Magister Artium). Von 2000-2004 war er Stipendiat im DFG-Graduiertenkolleg „Jugendhilfe im Wandel“ an der Universität Bielefeld und Marie-Curie Fellow am Department of Criminology der Keele University (UK). Die Promotion in Erziehungswissenschaft erfolgte 2004. Von 2004-2006 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter im DFG-Projekt „Räumlichkeit und Soziales Kapital in der Sozialen Arbeit - Zur Governance des sozialen Raums“ dann wissenschaftlicher Mitarbeiter für die Koordination und Antragserstellung des Verbundantrags NRW-Research School „Education and Capabilities“. Von 2006-2008 lehrte er als Juniorprofessor für Sozialpädagogik mit Schwerpunkt Kinder- und Jugendhilfe an der WWU Münster, seit 2008 ist er W3-Professor für Erziehungswissenschaft mit Schwerpunkt Soziale Arbeit an der Universität Bielefeld

Seine Arbeitsschwerpunkte sind (sozial-)pädagogische Theorie, Professions- und Wirkungsforschung, Aufwachsen in Armut und Fragen sozialer Gerechtigkeit (Capabilities Approach). Er hat u.a. Wirkungsevaluationen von Frühen Hilfen, Forschungen zum Abbruch von Hilfemaßnahmen und eine Reihe von Studien zu Problemen des Aufwachsens in Armut durchgeführt. Er war Principle Researcher an der International NRW-Research School „Education and Capabilities” so wie ko-verantwortlich für eine mit dieser Research School assoziierten, auf Bildungsprozesse aus sozialpädagogischer Perspektive fokussierten, durch die Hans-Böckler Stiftung geförderten Stipendiat*innengruppe. Im Zuge seiner Auseinandersetzung mit Capabilities orientierten Perspektive auf Bildung und Übergänge von Schule in Ausbildung und Beruf war Projektleiter in den EU Collaborative Research Projects „SOCIETY: Social Innovation - Empowering the Young for the Common Good“ und „WORKABLE: Making Capabilities Work“ sowie dem Marie-Curie ITN „EduWel- Education as Welfare – Enhancing opportunities for socially vulnurable youth in Europe”. Im Auftrag der Bepanthen Kinderföderung hat er Kinder- und Jugendstudien zu den Themen Alleinerziehung (2011), Gewalt (2013), Stress (2015), Achtsamkeit (2017), Gemeinschaftssinn (2019) und zuletzt Vertrauen (2022) durchgeführt und (Ko-)Sprecher des Zentrums für Kindheits- und Jugendforschung an der Universität Bielefeld. Derzeit leitet ein Teilprojekt einer vom BMBF geförderten Studie zu ‚Unwahrscheinlichen Bildungskarrieren‘ im Feld der ambulanten Hilfen zur Erziehung sowie zwei Projekte im EU-geförderten Marie-Curie Programm „Applying Sustainability Transition Research in Social Work tackling Major Societal Challenge of Social Inclusion“.

Über seine Forschungstätigkeiten hinaus war er unter anderem sachverständiges Mitglied der Enquete-Kommission „Zukunft der Familienpolitik“ des Landtags NRW und ist Vertrauensdozent der Hans-Böckler Stiftung.

Kerstin Kubisch-Piesk ist staatlich anerkannte Erzieherin und Diplom-Sozialarbeiterin/Sozialpädagogin. Sie war zunächst als Kindergärtnerin und später als Sozialarbeiterin im Jugendamt Mitte, Region Gesundbrunnen in Berlin tätig. Von 2013 bis 2015 war sie Netzwerkkoordinatorin Frühe Hilfen/Familienhebammen im Jugendamt Mitte Berlin-Mitte. Seit 2015 ist sie dort Regionalleiterin im Regionalen Sozialpädagogischen Dienst Gesundbrunnen. Darüber hinaus ist sie als Dozentin tätig und lehrt u.a. an der Alice-Salomon Hochschule Berlin. Kerstin Kubisch-Piesk ist Mitglied im bundesdeutschen Verein Netzwerkkonferenzen - Forum für Conferencing Verfahren e.V. und sie ist Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft ASD e.V.

H.- Georg Weigel, freiberuflich als Berater, Trainer und Moderator tätig, bis 2014 Direktor des Instituts für Sozialarbeit und Sozialpädagogik (ISS) in Frankfurt am Main, www.teamundorgaberatung.org

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Hier finden Sie die Aufzeichnungen der letzten Veranstaltung:
Hingeschaut: Merk-würdige Rahmenbedingungen in den aufsuchenden Hilfen zur Erziehung.

Hier finden Sie die Aufzeichnung der ersten Veranstaltung:
Ist den ambulanten Erziehungshilfen noch zu helfen?

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